Laschet, Baerbock und Co: Wer ist wer?

Die Bundestagswahlen stehen vor der Tür und viele wissen noch nicht: Welcher Politiker ist wer?

Armin Laschet

Am 11. April 2021 erklärte er, wie auch der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder, seine Bereitschaft, als Kanzlerkandidat der Union für die Bundestagswahl 2021 anzutreten. Nachdem der CDU-Bundesvorstand sich am Abend des 19. April in einer geheimen Abstimmung mehrheitlich für Laschet als Kanzlerkandidaten ausgesprochen hatte, verzichtete Söder am Folgetag auf seine Kandidatur, womit Laschet als Kanzlerkandidat von CDU und CSU nominiert war. Bis dahin war Laschets Nominierung in der Union umstritten, da er nach Meinungsumfragen deutlich schlechtere Erfolgsaussichten zu haben schien als Söder. Dem begegnete Laschet mit Hinweisen auf seine ähnliche Umfrage-Ausgangssituation zur Zeit des NRW-Landtagswahlkampfes 2017 gegen die seinerzeit amtierende SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und auf seinen dennoch erzielten damaligen Wahlsieg.

Die Bilanz seiner Regierungstätigkeit bei fünf angenommenen Schlüsselthemen für die Bundestagswahl im September 2021 – neben der Bekämpfung der Corona-Pandemie die Klimapolitik, Digitalisierung, innere Sicherheit und Bildung – wird unterschiedlich bewertet.

Auf dem Landesparteitag in Rheinland-Pfalz im Mai 2021 rief Laschet dazu auf, sich im Wahlkampf vor allem auf die Grünen als politischen Gegner zu fokussieren. Das Ziel müsse sein, eine Mehrheit für Rot-Rot-Grün zu verhindern.

Anders als die beiden anderen Kanzlerkandidaten Annalena Baerbock und Olaf Scholz – anders auch als Angela Merkel während ihrer Kanzlerschaft – tritt Laschet nicht im Bundestagswahlkreis seines Wohnortes (87 Aachen I) als Kandidat für ein Direktmandat an. Er begründete das damit, dass er dem bisherigen CDU-Kandidaten des Wahlkreises, Rudolf Henke, nicht sein Bundestagsmandat wegnehmen wolle.

Unabhängig vom Ausgang der Bundestagswahl hat Laschet die Fortsetzung seiner politischen Tätigkeit in Berlin angekündigt und damit auch das Ende seiner Ministerpräsidentschaft in Nordrhein-Westfalen in Aussicht gestellt.[74]

Ab Juni 2021 berichteten mehrere Plagiatsprüfer wie z. B. Martin Heidingsfelder über das Buch Laschets von 2009 Die Aufsteigerrepublik. Zuwanderung als Chance, dass mehrere plagiierte Textstellen gefunden wurden. Laschet bat dafür um Entschuldigung, er wolle das Buch auf weitere derartige Mängel prüfen lassen.

Annalena Baerbock

Am 19. April 2021 verkündeten Annalena Baerbock und Robert Habeck, dass Baerbock vom Bundesvorstand der Grünen als Kanzlerkandidatin für die Bundestagswahl 2021 vorgeschlagen wurde. Dies ist das erste Mal, dass die Grünen jemanden für diese Rolle nominiert haben. Der Parteitag stimmte dem Vorschlag am 12. Juni 2021 mit rund 98% der abgegebenen Delegiertenstimmen zu. Zeitgleich bilden Annalena Baerbock und Robert Habeck gemeinsam das Spitzenduo für die Bundestagswahl. Baerbock ist die zweite Frau nach Angela Merkel, die sich um das höchste Regierungsamt Deutschlands bewirbt. Sie wird am Wahltag nur wenige Tage älter sein als 2002 der bislang jüngste Kandidat Guido Westerwelle.

Im Rahmen ihrer Kanzlerkandidatur sah sich Baerbock nach journalistischen Recherchen zu mehreren inhaltlichen Korrekturen ihres Lebenslaufs veranlasst. Diese Unstimmigkeiten in ihrem Lebenslauf führten zu Kritik in zahlreichen Medien und zu Zweifeln an ihrer Eignung als Kanzlerkandidatin.Im März 2021 meldete Baerbock der Bundestagsverwaltung Nebeneinkünfte von mehr als 25.000 Euro aus ihrer Funktion als Co-Parteivorsitzende nach.

Es schloss sich eine Debatte über die Vorwürfe, über den Umgang mit Kandidaturen von Frauen und über die Reaktionen der Grünen an. In der Presse hieß es einerseits, dass die Debatte von wichtigen politischen Wahlkampfthemen (bzw. von Problemen der Konkurrenz) ablenke, andererseits aber habe Baerbock sich angreifbar gemacht.

Baerbock tritt im Bundestagswahlkreis 61 gegen den SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz sowie die ehemalige FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg um das Direktmandat an.

Olaf Scholz

Am 10. August 2020 wurde Scholz auf Vorschlag der Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans vom Parteivorstand der SPD als Kanzlerkandidat für die Bundestagswahl 2021 nominiert. Er war zu dem Zeitpunkt der in Umfragen beliebteste SPD-Politiker, aber beim linken Parteiflügel umstritten. Auf einem online abgehaltenen Parteitag wurde Scholz am 9. Mai 2021 mit 96,2 Prozent der abgegebenen Stimmen als Kanzlerkandidat bestätigt.

Quelle: wikipedia.de

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