Der Pfeilgiftfrosch: schön und tödlich

Sie sind klein, knallbunt und können sogar einen Menschen töten: Pfeilgiftfrösche gehören mit Tricks und Täuschung zu den Überlebenskünstlern im Regenwald.

Der Pfeilgiftfrosch wird 1,5 bis 6 cm groß und 1-7 g schwer. Seine Geschwindigkeit beträgt bis zu 17 km/h. Sie leben 8-15 Jahre. Pfeilgiftfrösche ernähren sich von Termiten, Ameisen und Tausendfüßlern. Ihre Feinde sind Schlangen. Sie leben in Mittel – und Südamerika. Ihre Merkmale sind knallige Farben und giftige Haut. Pfeilgiftfrösche gehören zur Klasse der Amphibien, zur Familie der Baumsteigerfrösche. Er zählt zu den größten der Baumsteigerfrösche. Außerdem ist der Pfeilgiftfrosch wegen seines sehr begrenzten Lebensraumes stark bedroht.

Wie tötet der Pfeilgiftfrosch Menschen?

Das Gift steckt in der Haut. Es heißt „Batrachotoxin“. Droht Gefahr und der Frosch wird berührt, tritt das Gift als Sekret aus und vergiftet den Angreifer. Das Gift lähmt seine Muskeln und die Atmung. Beim Menschen kann eine Vergiftung mit 0,002 mg pro kg Körpergewicht innerhalb von 20 Minuten zum Tod führen.

Die Giftspritze nützt natürlich nichts, wenn eine Schlange keine Ahnung hat, dass die begehrte Beute tödlich ist: Bevor sie stirbt, ist der Frosch schon verschlungen. Deshalb schreckt der Pfeilgiftfrosch Angreifer möglichst schon vorher mit grellen Farbtönen ab: Signalrot, gelb, orange, blau leuchten die Warnfarben des Frosches – oft durch schwarze Umrandungen zu klaren Mustern zusammengefügt.

In Gefangenschaft sind sie ungiftig

In Gefangenschaft verlieren die Tiere ihr Gift, auch ihre Nachkommen sind ungiftig. Warum? Weil die Frösche normalerweise giftige tropische Insekten verspeisen und dieses Gift durch ihre Haut wieder ausscheiden. In Terrarien oder wo auch immer sie gefangen sind, gibt es solche Insekten nicht.

Nicht verwechseln!

Pfeilgiftfrösche werden oft mit Madagaskarfröschen verwechselt, die ebenso klein und bunt sind, aber weniger giftig und nur in Madagaskar leben.

Warum sind diese Frösche so giftig?

Ganz einfach: Sie machen sich dadurch ungenießbar. Ein super Trick für einen nur wenige Zentimeter kleinen Frosch, der im Regenwald von Feinden umzingelt ist. Das Gift bildet sich in den Eiweißen seiner Zellen, oder der Frosch verspeist giftige Insekten wie Ameisen und Käfer und scheidet das Gift durch die Haut wieder aus. So hält er sich nicht nur gierige Vögel, Schlangen oder andere Feinde vom Leib, sondern wehrt sich auch gegen lästige Pilze oder Bakterien auf seiner Haut.


So sieht der Pfeilgiftfrosch aus:


Quelle: https://www.abenteuer-regenwald.de/wissen/tiere/pfeilgiftfroesche https://www.abenteuer-regenwald.de/wissen/tiere/pfeilgiftfroesche

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