Die Propyläen

Adolf Boetticher bezeichnet die Propyläen 1830 als “großen Palast”.

Doch sie sind viel mehr als nur ein kunstvoll verziertes Gebäude. Die Propyläen stellen nämlich den Eingang zum kulturellen Herzen des antiken Athen dar – der Akropolis.

Die Propyläen wurden erbaut weil Perikles, ein wichtiger Athener, 500 v.Chr. beschloss, dass die Akropolis dringend renoviert werden musste. Damit sie unter allen anderen Akropolen der Gegend hervorstach, sollten eine ganze Reihe neuer, besonderer Gebäude gebaut werden. Eines von diesen Gebäuden waren die Propyläen, die von dem Architekten Mnesikles geplant wurden.  Sie zeichnen sich besonders durch ihre komplexe Architektur aus. Die Giebel des Hauptgebäudes sind zum Beispiel dreieckig. Das war sonst eigentlich nur bei Tempeln erlaubt. Außerdem gab es im Torhaus eine sogenannte Kassettendecke. Solche Decken sind sehr komplex aufgebaut und werden oft in Handarbeit aus vielen kleinen Einzelteilen hergestellt. Im Übrigen war die Decke auch noch blau angemalt und mit vielen goldenen Sternen verziert worden. Sie sorgte noch Jahrhunderte nach ihrem Fertigstellung bei vielen Besuchern der Propyläen für großes Staunen.

Weil die Propyläen so schön waren, wurden sie noch lange weiter benutzt. Im 12. Jahrhundert n.Chr. wohnte zum Beispiel der Bischof von Athen in ihnen. Leider wurden sie Mitte des 17. Jahrhunderts weitgehend zerstört, als ein Pulvermagazin in ihnen explodierte. Doch seit 1984 werden die Propyläen saniert um sie bald wieder in ihrer ursprünglichen Schönheit zeigen zu können.

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