Neuer Satellit ist Wächter der Meere

Der Anstieg des Meeresspiegels zählt zu den größten Bedrohungen, die der Klimawandel mit sich bringt. Experten rechnen damit, dass Küstenstädte künftig häufiger von Hochwasser bedroht sind oder Inseln im Meer versinken. Laut Prognosen des Weltklimarates IPCC erhöht sich die Meeresspiegel bei ungebremster Erderwärmung schon bis Ende des Jahrhunderts um mehr als ein Meter.

Für Klimaforscher ist das Beobachten und Messen der Meere deshalb fundamental. Unterstützt werden sie dabei künftig von einem neuen Satelliten: »Sentinel 6«. Er wird aus dem Weltraum in bisher unerreichter Präzision auf die Ozeane schauen. Aus einer Höhe von mehr als 1300 Kilometern nimmt er millimetergenaue Messungen vor. Nach Angaben der europäischen Raumfahrtagentur Esa scannt er in einem Zeitraum von zehn Tagen 95 Prozent der globalen Meeresoberfläche.

Erdbeobachtungssatelliten gibt es schon seit Jahrzehnten, aber die »Sentinel“-Satelliten fliegen erst seit einigen Jahren. um die Erde. »Sentinel 6« startet nun mit verbesserter Technik. Er hat ein neues Radar an Bord. »Das Gerät kann mit noch höherer Präzision, den Anstieg des Meeresspiegels messen«, sagt der Esa-Direktor für Erdbeobachtungsprogramme, Josef Aschbacher. Im Rahmen des Copernicus-Programms wird der Satellit von einem neuen Kontrollzentrum der meteorologischen Satellitenagentur Europas, Eumetsat, von Darmstadt aus gesteuert, wie Programmleiter Manfred Lugert erklärt.

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