Orkantief Sabine in weiten Teilen Europas

Das Orkantief Sabine legte am Sonntag, dem 9. Februar 2020 vieles lahm. Wir klären alle Fakten auf.

Der Sturm legte erst Großbritannien und Irland lahm. Es kam dort zu Überflutungen und Stromausfällen. Die Queen ging nicht wie sonst zum Gottesdienst, um keine Schaulustigen auf die Straße zu locken. Der Hafen von Dover stellte den Fährbetrieb ein und auch Züge fielen aus. Frankreich, Belgien und die Niederlande verzeichneten ähnliches.

Zugausfälle gab es auch in Deutschland. Die DB teilte zwar bereits einige Tage vorher mit, dass man auf das Reisen verzichten solle, doch trotzdem saßen viele Menschen in den Bahnhöfen. Gegen Abend stellte die Deutsche Bahn den Regional – und Fernverkehr nach und nach ein. Auch die Nord-West Bahn und Metronom stellten den Fahrbetrieb ein. Vor der Einstellung des Bahnverkehrs kollidierte ein IC bei Salzbergen mit einen Baum. Bei Papenburg viel ein Baum auf einen Regionalexpress. Bei beiden Unglücken ist niemand zu Schaden gekommen. In der Hamburger U_Bahn sah das anders aus. Ein Zug fuhr hier gegen einen Baum und es gab mehrere Verletzte.

Aber nicht nur die Bahn stellte den Betrieb ein. Auch der Fährverkehr zu den Inseln wurde eingestellt. Im Harz wurde der Brocken komplett geräumt. Die Harzer Schmalspurbahnen stellten ihren Betrieb ein, und auch der ÖPNV wurde im Harz eingestellt. Und auch viele Flughäfen sorgten dafür, dass die Flieger am Boden blieben.

Vorher gab es an den Küsten und im Harz aber einen regelrechten Sturmtourismus. Viele Menschen reisten nur an, um den Sturm zu beobachten.

Der Deutsche Wetterdienst warnte allerdings davor sich draußen aufzuhalten. Man berichtete von entwurzelten Bäumen und anderen fliegenden Gegenständen, denn der Sturm erreichte auf dem Brocken eine Geschwindigkeit von 156 km/h. Feuerwehren waren praktisch im Dauereinsatz. Auf den Inseln wurden die Deichtore vorbereitet, um sie schnell schließen zu können.

Wegen des Sturms fielen außerdem einige Sport- und Kulturveranstaltungen ins Wasser. Darunter war auch das Rheinische Fußball Derby Mönchengladbach gegen Köln. Auch der Skisprungweltcup in Hessen wurde abgesagt. In Halle sorgte Sabine für den Entfall eines Konzerts von Andrea Berg.

Im Harz waren die Auswirkungen besonders schlimm, da hier viele Bäume durch den Hitzesommer geschädigt sind und deshalb leichter umfielen.

Die Schulkinder konnten sich in weiten Teilen Niedersachsens allerdings freuen, denn der Sturm sorgte für zahlreiche Schulausfälle.

Laut dem Deutschen Wetterdienst war Sabine aber ein normaler Winterorkan. Solche treten etwa alle 2 Jahre auf. So starke Auswirkungen wie Kyrill habe er nicht.

Quellen: NDR, ARD, NOZ, FFN

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