Weinachtsgedicht

Hallo! Ich möchte euch heute ein weihnachtliches Gedicht erzählen und fange gleich an. Bevor wir anfangen, setzt euch irgendtwo entspannt hin und

genießt die kurzen Momente der Stille:

Rudolf Bunge

In der heiligen Christnacht

Die heil’ge Nacht schwebt nieder mild und klar,
Es glänzt der Mond, der Sterne gold’ne Schar
Umschließet rings gleich einem Heil’genschein
Die weiße, schneebedeckte Erde ein.
Wie feierlich ist alles, still und prangend,
Gleich wie nach einem großen Heil verlangend!

Mir ist das Herz in sel’ger Wonne wach,
Geschmückt ist mein friedliches Gemach
Gleich einem Kirschlein, und der Weihnachtsbaum
Steht drinnen glänzend wie ein Kindheitstraum;
Aus weißen Lilien flammen helle Kerzen,
Wie Lieb‘ und Andacht glüh’n in reinem Herzen.

O heil’ger Christ! O komm und steig herab,
Dem ich mein Kämmerlein geschmückt hab‘!
Dir blühet meiner Blume duft’ger Kranz,
Dir leuchtet meiner Kerzen heller Glanz,
O komm‘ aus deines Himmels gold’nem Prangen,
Ich harre hier, dich liebend zu empfangen!

Doch hab ich noch ein andres Kämmerlein,
Da zieh vor allem, treuer Jesus, ein:
Zieh ein in meines liebes Kindes Herz
Und hebe all sein Fühlen himmelwärts;
Da scheuche weg die dunklen Erdenschmerzen,
Da zünde an die hellen Freudenkerzen.

Das wandle mir zum lichten Paradies,
Da pflege all die Blumen hold und süß;
Zieh auf die Rosen rot, die Lilien weiß,
Die ich gestreut zu deinem Ruhm und Preis.
O wie unendlich wäre mein Entzücken,
Könnt‘ ich’s zu deiner ew’gen Wohnung schmücken!

Wie immer heller glänzt die heil’ge Nacht!
Wie immer reiner glüht der Sterne Pracht!
Ich breite meine Arme sehnend aus:
O heil’ger Christ, komm, ziehe in mein Haus
O komm aus deines Himmels gold’nem Prangen,
Um alles, was ich liebe, zu umfangen.

Dies war das Gedicht. Ich hoffe, es hat euch gefallen.

Von Simon Potgeter

Quelle: www.weihnachtsgedicht.de

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